Anton Tatzel „Überrascht“ die Konkurrenz

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Brennberg / Coburg

Bei der Bayerischen Sprint-Meisterschaft in Brennberg holt Anton Tatzel überraschend den Titel in der Klasse H – 16, Herzlichen Glückwunsch!

Angelika Weid wird bei den Damen 65 + Bayerische Meisterin. Thomas Scheler holt Silber in der Altersklasse H 55 + und Irma Schwarzkopf Bronze bei den Damen D 65 +

Hier das Bild der Podestplätze des TV- Coburg-Neuses

Tatsachenbericht zum letzten Wettkampfwochenende

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TV Coburg Neuses führt die Bayerischen Einzelmeisterschaften Langdistanz im Orientierungslauf durch – trotz Corona und weiterer Stolpersteine im Vorfeld:

Schon oft hat der TVN OL-Meisterschaften organisiert, zuletzt im vergangenen Jahr die Sprintdistanz in Seßlach oder 2017 die Staffel am Callenberg. Für 2020 sollte wieder mal die Königsdisziplin auf dem Programm stehen: die Einzelmeisterschaft auf der Langdistanz. Am vergangenen Wochenende hat sie stattgefunden. Aber gleich mehrfach wurden die Organisatoren vor besondere Herausforderungen gestellt, die es zu bewältigen galt. Hier der Wettkampf aus der Sicht des Leiters Stefan Kirsch.

„Wenn man in Wunsiedel wohnt und für den TVN Wettkämpfe organisiert, ist das immer mit besonderem Aufwand verbunden. Gut, dass der langjährige Lauffreund Stephan Krämer gleich um die Ecke in Mitterteich wohnt und dazu ein ausgewiesener Spezialist für Orientierungslauf auf allen Ebenen ist. Gemeinsam hatten wir schon einige OL-Veranstaltungen gestemmt, zuletzt 2016 die Bayerischen Sprintmeisterschaften in Marktredwitz. So war klar, dass es irgendwann wieder eine neue Herausforderung geben sollte. 

Die Karte:

In dieser Zeit sprach uns Karel Pilar, ein Lauffreund aus Asch in Tschechien an, der eine neue OL-Karte erstellen wollte. Da ein Teilbereich des Geländes grenzübergreifend nach Bayern reichte, bat er um Hilfe für die notwendigen Genehmigungen des Staatsforstes. Wir unterstützten ihn und nutzten 2017 die Gelegenheit, am ersten Lauf des KCT Asch dort direkt an der bayerischen Grenze teilzunehmen. Dabei war sofort klar: Der Wald hat enorm viel Potenzial, ist anspruchsvoll, vielfältig und sollte unbedingt auch für eine bayerische OL-Veranstaltung genutzt werden! Die Ascher erklärten sich sofort bereit, uns die Karte zur Verfügung zu stellen.

Der Termin:

Geplant war eine Bewerbung für die BEM lang 2019. Zunächst gab es auch eine Zusage der Verantwortlichen beim Fachausschuss OL für Bayern. Bei einer Zusammenkunft der Vereinsvertreter für die Veranstaltungen des Jahres stellte sich dann heraus, dass es einen weiteren Interessenten für die Ausrichtung der Meisterschaft gab. Nach Diskussionen zogen wir unsere Bewerbung zurück und fokussierten uns auf 2020. 

Die tschechische Forstverwaltung erlaubt grundsätzlich eine Durchführung zwischen April und Ende September. Der Termin wurde in Abstimmung mit den geplanten Bundes- und weiteren bayerischen Wettkampfwochenenden auf Mitte September 2020 festgelegt. Die Genehmigungen der Tschechen und des bayerischen Forstbetriebs waren erteilt. Die Stadt Selb hatte die Sporthalle für das Massenquartier reserviert.

Im August 2019 dann plötzlich die Information: Auf Bundesebene wurde der Termin für den Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampf, der zunächst nicht stattfinden sollte, auf „unser“ Wochenende terminiert. Die bayerischen jungen OLer hätten entscheiden müssen, wo sie starten. Die Ausrichter des JJLVK waren nicht bereit zu einer Verschiebung nach vorne oder hinten. Zum zweiten Mal also Umplanen. Sind die tschechischen Forstbehörden für eine Ausnahmegenehmigung Anfang Oktober zu gewinnen? Unsere Lauffreunde aus Asch waren hilfreich. Ist die Sporthalle am gewünschten Termin frei? Nur durch einen Ringtausch mit anderen Vereinen ist auch das geglückt!

Bis hierhin also alles im grünen Bereich.

Corona:

Mitte März 2020 kam der Schlag mit der ganz großen Keule. Corona legte das öffentliche Leben lahm. Alle OL-Wettkämpfe in Deutschland wurden nach und nach auf unbestimmte Zeit verschoben oder gleich abgesagt. Schnell war klar, dass auch die BEM des TVN am seidenen Faden hängt. Die Vorbereitung wurde auf Eis gelegt. Nur bei einer Bewältigung der Krise würde das Laufwochenende stattfinden können. Sollte die Vorarbeit der letzten Jahre umsonst gewesen sein?

Ende Mai keimte dann Hoffnung auf: Der Deutsche Turnerbund erstellte ein Hygienekonzept zur Durchführung von OL-Veranstaltungen. Das Konzept wurde auf bayerischer Ebene adaptiert und genehmigt. Für die Organisatoren von Wettkämpfen bedeutete die Umsetzung einen besonderen Aufwand. Der OC München stellte sich den Herausforderungen und führte im Juli kurzfristig die Mittelstreckenmeisterschaften durch. Für uns hieß das: Es geht vielleicht doch! 

Das Hygienekonzept wurde von uns an die aktuelle Situation angepasst und genehmigt. Die Forstbehörden erteilten Fahrgenehmigungen. Die Sporthalle für die jetzt nicht erlaubten Massenquartiere und Duschmöglichkeiten konnte storniert werden. Stephan Krämer begann in einem Kraftakt mit der Aktualisierung der inzwischen drei Jahre alten Karte und entwarf die Bahnen in enger Abstimmung mit Dieter Oechler, dem Technischen Delegierten. Mitte September war alles fertig für das erste Oktoberwochenende.

Die letzte Krise:

Zehn Tage vor den geplanten Wettkämpfen wird der Kreis Eger in Tschechien zum Risikogebiet erklärt. Das Betreten des Laufgebietes nach dem Start auf deutschem Boden wäre für die über 150 gemeldeten Teilnehmer möglich gewesen. Aber nach Rückkehr, d.h. Erreichen des Zieles in Bayern, würden die Quarantäneregeln in Kraft treten! Sofort melden sich die ersten OLer und wollen ihre Anmeldungen stornieren. Muss die Meisterschaft doch noch abgesagt werden?

Wir als Organisatoren oder der TVN als Ausrichter der Wettkämpfe können keine Entscheidung fällen. Dies obliegt dem Bayerischen Turnerbund als Veranstalter. Die Hygieneverordnung des Freistaats lässt eine Hintertür offen: Mit einer Ausnahmegenehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde würde der BTV die Freigabe erteilen. In den nächsten Tagen arbeiten wir mit Fabian Janischowski vom Fachausschuss OL und dem Landratsamt Wunsiedel eng zusammen. Nur vier Tage vor der Meisterschaft kommt die Genehmigung und Veranstaltungsfreigabe!

Die Wettkämpfe:

Petrus ist uns wohlgesonnen. An beiden Tagen bestes Laufwetter. Letzte Schwierigkeiten wie der Ausfall des EDV-Spezialisten im Verein lassen sich kompensieren.

Von allen Seiten erreicht uns positives Feedback. Supertolles Laufgelände, herausfordernde Bahnen, eine würdige Meisterschaft im Orientierungslauf auf der Langdistanz! Auch der Lauf zur bayerischen Rangliste am Folgetag läuft optimal.

P.S.

Ohne den Einsatz von Thomas Scheler und Angelika Weid vom TVN mit ihrem gesamten Team hätten wir es nicht geschafft: Danke!“

Bericht von Stefan Kirsch

Bayerische Meisterschaft Lang-Distanz, 2 Coburger Goldmedaillen

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Ida Bohl und Irma Schwarzkopf erlaufen sich den Bayerischen Meistertitel über die Klassische Distanz

Selb/Coburg

Hier gehts zu allen Ergebnissen vom Wochenende

Goldmedaillen an der Bayerischen Langstrecke in Selb holten für den TV Neuses Ida Bohl in der Klasse D12, Irma Schwarzkopf D65. Bronze gabs für Emil Bohl H14 und Anton Tatzel H16.
Der TV NEUSES hat in Selb die Ausrichtung der beiden Wettkämpfe übernommen. Stefan Kirsch als Gesamtleiter und Stephan Krämer als Bahnleger hatten hauptsächlich Anteil an der guten Durchführung des sportlichen Wochenendes.

Medaillen Gewinner vom TVN
Auslesestation im Ziel

Mein erster internationaler Mehrtagelauf

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Bericht von Anton Tatzel

OO-Cup Frankreich

Der diesjährige OO-cup wurde vom 11. bis 15. August veranstaltet. Der OO-Cup sollte eigentlich Ende Juli stattfinden doch wegen der Corona-Pandemie war es zunächst unklar ob der Wettkampf überhaupt stattfindet.

Geli und ich sind schon am Freitag in der Woche davor losgefahren und haben uns mit Uwe, Jakob, Moritz und Lukas am Bodensee getroffen. Von dort sind wir dann immer weiter in Richtung der ersten Etappe gefahren und haben auf dem Weg verschiedene Sehenswürdigkeiten besucht. In Lausanne haben wir durch Zufall einen kleinen OL gefunden der durch einen Park lief. Am Tag vor der ersten Etappe haben wir uns auf einen Parkplatz in der nähe der Zielwiese gestellt und dort Übernachtet.
Zum Start der ersten Etappe ging es über eine Skipiste nach oben auf den Gipfel des Berges. Das Gelände hatte wenig Wege war aber offen und war größtenteils Wiese. Mein Lauf war fast ohne Fehler trotzdem wurde ich nur 36.. So gut wie bei mir lief es aber leider nicht bei allen.

OO-Cup Frankreich. Im Zielgebiet begehrt – ein schattiges Plätzchen


Die zweite Etappe war für mich das technisch schwierigste Gelände. Das Gelände war meist offener Hochwald und gut belaufbar, allerdings gab es viele Hügel und andere Objekte. Bis auf ein paar Fehler lief es gut und ich habe bin auf Platz 26 gekommen.

Der dritte Lauf war im selben Wald wie der vorherige, nur war es diesmal in der anderen hälfte des Waldes. Das Gelände hatte viele Täler und Hügel. Das Ziel das wir uns bei der Besprechung am Vortag gesetzt haben (Nicht mehr als 2 Minuten Fehler) konnte ich zwar nicht erreichen aber ich wurde
trotzdem 14..


Der 4. Lauf war der längste und steilste, auch wenn ich die 195 Höhenmeter kaum mitbekommen habe. Das Gelände hatte viele Steine aber auch viele Wege. Auch wenn dieser Lauf nicht mein bester war, war er definitiv der schönste für mich. Bis auf einen größeren Fehler der mich 2 Minuten
gekostet hat gab es noch 2-3 kleinere und letztendlich kam ich als 18. Ins Ziel.

Der letzte Tag war mein bester Lauf da ich keinen Fehler gemacht habe und 13. wurde. Das Gelände war wieder ein offener Hochwald und am Ende Wiese mit kleinen Waldstücken.
Es war trotz der Pandemie ein gelungener Wettkampf und die Strecken waren eine Herausforderung wodurch ich viel gelernt habe und Erfahrungen gesammelt hab. Ich freue mich schon auf meinen
nächsten Mehrtagelauf.

Nach der letzten Etappe im Ziel. Anton und Jakob.