Gemeinsames Osterfreizeit des TV N und der TSV Jetzendorf

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Pottenstein/Hilpoltstein

Alle Jahre wieder…

…kommt die OL-Abteilung des TV Coburg-Neuses an Ostern zusammen, um zusammen über die Feiertage zu trainieren und zusammen Spaß zu haben. Unterstützt durch den TSV Jetzendorf, welcher nun schon zum 9. Mal in Folge mit in das Trainingslager reiste, kam man auf 30 Teilnehmer. Ohne sie hätte es aus Ermangelung des Interesses wohl zum ersten Mal seit der Einberufung der Tradition 2000 nicht stattgefunden. Dieses Jahr fand man, wie 4 Jahre zuvor, die Gemeinde Pottenstein als Ausrichtungsort. Anlass dafür war die von Dieter Oechler neu aufgelegte Karte „Hexenküche“.

Am Tag der Anreise, Karfreitag 14.04., galt es nach einem kurzen Mittagessen, die Karte und den Wald erst einmal kennenzulernen. Hierfür wurden die Teilnehmer gemäß ihren Niveaus in Gruppen bis zu 4 Leuten und einen Betreuer eingeteilt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nahm der Betreuer dann die Karten ab und trainierte mit seinen Läufern nach einer kurzen Passage das wiedereinlesen. Am selben Abend wurde von Veikko noch ein kleiner Nachtsprint in Pottenstein vorbereitet, bei dem die Posten in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden konnten. Dumm nur, dass die Jugendherberge oben auf dem Berg, Pottenstein selbst allerdings unten im Tal lag. So machte man einige Höhenmeter, von denen wir am restlichen Wochenende eigentlich noch genug bekommen haben.

Am Samstag reisten wir nach einer kurzen morgendlichen Aufwärmrunde und dem Frühstück erneut zur Hexenküche, um das von Uwe vorbereitete Training durchzuführen. Bei ihm galt das Motto „weniger ist mehr“ – folglich wurde aus der Karte alles, außer den Höhenmetern, rausgeschmissen. Und als wäre das noch nicht schwer genug, fügte er zwischen den Posten noch graue Felder ein, unter denen man die Höhenlinien nicht sehen konnte. Zumindest für die jüngere Altersgruppe fügte er noch Wiesen hinzu, welche man zur Orientierungshilfe nutzen konnte. Gott sei Dank ging niemand auf dieser minimalistischen Karte verloren, und man konnte, trotz verregnetem Wetter, die zweite Trainingseinheit durchführen. Der von Sebastian vorbereitete Tankstellen-OL blickte zuerst in viele fragende Gesichter, da sich die wenigstens etwas darunter vorstellen konnten. Als dann erklärt wurde, dass die Karte weiße Flecken beinhaltete, welche auf Karten, die an gekennzeichneten Posten hängen, ausgefüllt und mit mehreren Posten bestückt wurden, die in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden konnten. Am Abend hieß für die Kinder dann um die Wette Montagsmaler zu spielen. Während im letzten Jahr Pantomime genutzt wurde, um bestimmte Begriffe des OLs zu beschreiben, zeichnete man nun zum Beispiel „stilles Ziel“ oder „Getränkeposten“.

Am Ostersonntag wurden beim Frühstück die Partner der Schleppstaffel, die von Katrin vorbereitet wurde, gelost, wobei nicht immer gewünschte Staffelpaarungen zustande kamen. Erneut ließ das Wetter zu wünschen übrig, so dass, bevor man die Staffeln starten konnte, diese erst einmal das Zelt aufbauen mussten. Als die Staffelkarten dann verteilt – nein eher in die Luft geschmissen wurden, bildete sich schon nach wenigen Posten eine Zweierkonstellation an der Spitze. Die Staffeln Ole/Kayla und Leo/Sebastian liefen sich einen guten Vorsprung raus, so dass auf den letzten Schlaufen nur noch spekuliert wurde, welches Team nun zuerst ankommen wird. Doch wenn zwei sich streiten, freut sich nun mal der dritte… und der vierte. Denn beide Führungsstaffeln machten auf den letzten Abschnitten Fehler, so dass im Ziel alle staunten, dass weder Ole noch Sebastian, sondern Jakob zuerst aus dem Wald und über die Ziellinie kam. Bitter gelaufen, da beide Staffeln sich viel zu weit rechts orientierten, Leo & Sebastian mussten sich sogar mit dem 4. Platz begnügen.

 

Der folgende Nachmittag stand zur freien Verfügung, was allerdings nicht heißt, dass man auf der faulen Haut lag und (endlich) mal die müden Muskeln Entspannung gönnte. Einige fuhren (ganz der Tradition im Ostertrainingslager) zum Schwimmbad, andere gingen sich die Pottensteiner Teufelshöhle anschauen. Moritz, Jakob und Uwe machten sich nach einer kleinen Bouldertour daran, einen Mikro-OL für den Abend vorzubereiten. Hierfür zeichneten sie kleine Karten des Eingangsbereichs der Jugendherberge und versteckten 3x3mm „große“ weiße Tapestückchen, auf die jeweils ein Buchstabe geschrieben wurde. Insgesamt 15 Posten galt es dann am Abend in 3er Teams zu finden, wobei einige eingezeichnet waren, andere wiederum nur durch die Postenbeschreibung zu finden waren. Obwohl das Lösungswort „Tropfsteinhöhle“ von den meisten schnell gefunden wurde, brauchte das schnellste Team einige Tipps und über 55 Minuten, um auch wirklich alle Buchstaben zu finden. Anschließend wurden noch für den Folgetag die Mannschaften gelost.

Am letzten Tag bewies sich erneut: Bis zum Ostertrainingslager braucht man die Winterreifen nicht abzunehmen. Während beim Frühstück noch anhand des Wetterberichts spekuliert wurde, wie viel es denn regnen würde, merkte man spätestens am Parkplatz, dass man sich warm anziehen musste. Das durch Thomas gelegte Training wurde von starkem Schneefall überschattet, so dass man schon am Start seine kalten Fußzehen spürte. Dennoch starteten dann alle und man musste, idealerweise schon am 1. Posten, wissen, wie man die Strecke untereinander aufteilt, um möglichst zeit- und kräftesparend zu abzulaufen. Außerdem gab es noch 4 Posten, welche beide Läufer stempeln mussten, während die nicht Pflichtposten in der richtigen Reihenfolge angelaufen werden mussten. Dies gab Spielraum für taktische Raffinesse, welche aber nicht jeder ausfüllen konnte. Zuletzt baute Thomas noch einige Fallen ein, indem er in der Nähe des Postens einen falschen hinstellte – ohne Codezahl. Zufälligerweise fiel seine Staffel nicht auf diesen Trick hinein und er lief mit Leo auf Platz 1.

 

Abschließend möchte ich mich hier nochmal bei allen Trainern und Helfern bedanken, die ihre Zeit schon vor dem Trainingslager investieren, um schöne Bahnen zu haben, und auch während des Trainingslagers, während Teilnehmer sich ausruhen können, mit Postensetzen und -holen eine zusätzliche Belastung auf sich nehmen. Außerdem möchte ich mich bei allen Teilnehmern bedanken, da das Ostertrainingslager auf der Kippe stand und jeder Teilnehmer dazu beitragen konnte, die jahrelange Tradition weiterzuführen.

 

Von Sebastian Vetter