Bayerische Einzel, 1x Gold und 4x Silber für Neuses

Wolfsegg/Coburg

Keine Wölfe im Wolfsegg bei Regensburg sondern Orientierungsläufer machen das nahe gelegene Waldstück unsicher.

2011 Irma Schwarzkopf

Irma Schwarzkopf holt sich in der D55 als einzige Coburger Läuferin einen Bayerischen Titel über die Langdistanz nach Coburg. Silbermedaillen gehen an Martina Huth (D55), Ralph Meißner (H55), Dieter Oechler (H65) und Bronze an Angelika, die damit den D55- Medaillensatz vervollständigt. Erfreulich auch die Silbermedaille von Vinzenz Bohl, hier trägt die Nachwuchsarbeit wieder erste Früchte. Als einzige Eliteklassenstarter hatten wir Britta Meißner im Feld, Sie streifte das Podest nur knapp und wurde 4. bei den Damen.

 

2x Silber für den TV-N

2 Technisch versierte Läufer wurden belohnt.Wolfram und Dieter in Ihrem “Element”,

Wolfram 2014 DM MittelDieter 2014 DMMittel

Bad   Klosterlausnitz/Coburg

Dieter Oechler vom TV Coburg-Neuses gewann nach einem guten Lauf in der Klasse H70 die Silbermedaille. Ebenso der 19 jährige Wolfram Pohl vom TV Coburg-Neuses  der nach einem für ihn perfekten Lauf hinter dem Saarländer Martin Döllgast die Silbermedaille gewann. Durch diesen  Erfolg  wurde er vom Deutschen Jugendtrainer für die Teilnahme zum Jugend-Europa-Cup, welcher Anfang Oktober in Belgien stattfindet, nominiert.

Weitere Podest Plätze für heimische Läufer sicherten sich Angelika Weid TV Neuses mit einem 4. Platz in der D65 und Michael Rödel TV Ketschendorf  Platz 6  in der Klasse H35.

O-Ringen, 5 von 22571 Teilnehmer Vom TV-Coburg-Neuses

von Angelika Weid

Hitzeschlacht in Südschweden, hier hat OL eine andere Dimension!

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5 Orientierungsläufer vom TV Coburg-Neuses machten sich auf den Weg um am 50. Jubiläums-O-Ringen in Skone Südschweden teilzunehmen. 22.571 Orientierungsläufer aus 42 verschiedenen Nationen, darunter auch der amtierende Weltmeister  Thierry Gueorgiouaus Frankreich und die frischgebackene Weltmeisterin Tove Alexandersson aus Schweden waren am Start.

Was ist O-Ringen? Der größte 5-Tage-Lauf der Welt, der jährlich tausende immer in einen anderen Teil in das Mutterland des OLs nach Schweden lockt.

Natürlich war uns klar, dass für uns in den stark besetzten Laufklassen keine Lorbeeren zu holen waren, sind doch die Wälder ganz anders als bei uns in Mitteleuropa. Wir wollten und konnten dazulernen. Die wenigen Wege die vorhanden waren zwangen uns zum Kompass-Laufen und was noch wichtiger war nach Höhenlinien laufen. Viele Mulden, Hügel und riesige Steine  zwangen einfach dazu. Zwei Etappen waren direkt am Meer, sandiger Untergrund kostete viel Kraft.

Unsere jüngste Läuferin Melissa Heinze belegte in der Klasse D13 Platz 144 von 170 gestarteten Läuferinnen. In der Klasse D15 kam Jenny Kestler auf Platz 149 und Zoe Reuß auf Platz 151 von 180 gestarteten Läuferinnen. Die Seniorin Angelika Weid, die schon des Öfteren in schwedischen Wäldern gelaufen ist, kam ganz gut zurecht und konnte mit Platz 57 von 102 gestarteten zufrieden sein.

Wolfram Pohl der bei den Junioren in der Eliteklasse an den Start ging machte bei der 4. Etappe die große Hitze zu schaffen. So fehlten ihm im Ziel ein paar Posten um in die Gesamtwertung zu kommen.

Britta und Ralph beim “Vielposten-OL” in Tallin/Estland

312 Posten bei der Tallinn-O-Week angelaufen

Tallinn-O-Week 2014- 100-Posten-OL

Bericht von Ralph Meißner

Wer die internationale OL-Szene regelmäßig verfolgt, weiß längst, dass sich die seit einigen Jahren etablierte Tallinn-O-Week zu einer Top-Veranstaltung entwickelt hat. So trafen sich im Juni 600 Läufer aus 22 Nationen (darunter nur 5 Deutsche), um bei dem an Abwechslung kaum zu überbietenden 6-Tage-Ereignis den puren OL-Genuss zu erleben. Dabei haben Britta in der D 21 (u.a. mit 2 World Rankings) und Ralph in der H 60 bemerkenswerte 180 bzw. 132 Posten angelaufen.

Der erste Wettkampf war ein Sprint in einem weitläufigen Freilichtmuseum, wo wir zwischen historischen Gebäuden, die verstreut in einem Waldgelände lagen, die Idealroute anstrebten. Es galt in dieser herrlichen Kulisse vor allem die kleinen Öffnungen in den Steinmauern bei der Routewahl zu berücksichtigen, ehe man das Zielgelände an einer Windmühle erreichte. Am zweiten Tag ging es am Rande von Tallinn neben der Universität auf eine Mitteldistanz, die mit einer Besonderheit aufwartete. Der Schlussteil führte uns in ein Labyrinth mit der Größe eines halben Fußballfeldes, was im Idealfall noch einmal rund 3 Minuten Zeit in Anspruch nahm. Tag 3 führte uns ins Zentrum von Tallinn, wo eine Mitteldistanz quasi im Sprinttempo zu bewältigen war. Leider führten uns die Routen nicht – wie in den letzten Jahren üblich – in die historische Altstadt, sondern in anschließende neuere Stadtteile. Dass die Esten die Altstadt „schonten“, lag daran, dass 2016 die WMOC und 2017 die WM in Tallinn veranstaltet werden, natürlich mit dem Weltkulturerbe „Altstadt“ als Sprintgelände. So kamen wir nach einem flotten Rennen durch eine Fußgänger-unterführung mit langen Treppen auf dem Freiheitsplatz ins Ziel.

Die Etappen  4 bis 6 fanden etwa 30 Km außerhalb der Hauptstadt in Kiefernwäldern an der Ostseeküste statt. Kennzeichnend waren die vielen dünenartigen Senken und Kuppen, garniert mit oft schwer erkennbaren tiefen Löchern (die Posten standen in den Löchern), des Weiteren umgeben von einem Grüngürtel dichter Vegetation, in dem kleine Sumpfgebiete eingebettet waren. Hier konnte keine Langeweile aufkommen, insbesondere an den beiden letzten Finaltagen (mit separater Wertung) beiderseits des Wasserfalls bei Keila-Joa an einem kleinen Fluss, der hier in das Meer mündet. Höhepunkt war zweifellos der Schlusstag mit dem 100-Posten-OL. Das bedeutete, dass die Herren Elite tatsächlich 100 Posten in vorgegebener Reihenfolge anlaufen musste. Bei mir reduzierte sich das zwar auf immer noch stattliche 40 Posten in der H 60, aber Britta sah sich mit 70 Posten konfrontiert. So erklärt sich auch unsere in der Überschrift genannte Gesamtzahl der Posten. Der Herausforderung noch nicht genug, bestand der Mittelteil nur aus einer Höhenlinienkarte im veränderten Maßstab 1:5000, ehe die Wettkämpfer wieder auf die vollständige Karte wechseln konnten. Im Ziel löste sich dann beim Auslesen die spannende Frage auf, ob man einen Posten vergessen oder in der Reihenfolge vertauscht hat und damit alle Konzentration und Laufleistung vergebens waren. Britta und ich bekamen auf unserem Splitzeitenausdruck, der dem Kassenbon eines Supermarktes nach einem Großeinkauf glich, die Bestätigung, dass wir alles richtig gemacht hatten, womit sich Britta sogar noch auf einen guten 10.Platz in der Finalwertung verbesserte.